Ausreiß-Aktion in Herzberg (Elster) – OT Redlin

Das Schwerpunkgebiet der Ambrosiaausbreitung liegt im Süden Brandenburgs, rings um Cottbus und zwischen Forst und Calau. Aber auch in anderen Landesteilen findet man immer wieder diese Problempflanze. Auch im Bereich Herzberg/ Elster sind einige Fundorte bekannt, einer davon im Ortsteil Redlin, darauf hatte mich bereits im Spätherbst letzten Jahres eine Anwohnerin hingewiesen.

Am 27.06. war ich vor Ort, um mir ein Bild zu machen und ließ mir von ihr die Pflanzen zeigen. Tatsächlich waren entlang der am Ort vorbeiführenden Landstraße, an Acker- und Wegrändern zahlreiche Exemplare der einjährigen Art zu finden.

Trotzdem schien mir die absolute Zahl der Pflanzen noch nicht so groß, dass ein Ausreißen unmöglich wäre. Wenn man allein damit beginnt, ist es sicher eine Sisiphusarbeit, aber mit vereinten Kräften wäre in diesem Ort eine wirksame Bekämpfung durchaus möglich und sinnvoll.

Darum habe ich mich sehr gefreut, dass ich beim Ordnungsamt der Stadt Herzberg mit der Bitte um Unterstützung auf offene Ohren gestoßen bin. Man stellte für einige Stunden drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes zur Verfügung, um den Pflanzen zu Leibe zu rücken. Ebenso rührte der Ortsvorsteher von Redlin, Herr Hensel, unter den Anwohnern die Werbetrommel für die Aktion.

So waren wir heute morgen sehr erfreulicherweise 12 Personen, die mit dem Ausreißen begannen. Neben den Mitarbeitern der Stadt waren auch mehrere Dorfbewohner gekommen und auch der Landwirtschaftsbetrieb, der die angrenzenden Äcker bewirtschaftet, beteiligte sich. Positiv war auch, dass schon im Vorfeld das meiste geleistet worden war: der Straßenrand war von der Straßenmeisterei gemäht, die geernteten Getreidefelder waren schon bearbeitet, Anwohner hatten die Flächen um ihre Grundstücke gesäubert. So konnten wir gemeinsam die verbliebenen Pflanzen gründlich beseitigen, was dann auch ziemlich schnell von der Hand ging.

Was bleibt noch zu tun? Die Straßenmeisterei wird noch gebeten, den Grasstreifen zwischen Graben und Acker zu mähen, der Landwirt wird ein Auge auf den Maisschlag behalten.

In Redlin ist in diesem Jahr dank der rührigen Anwohner und gemeinsamer Aktion die Gefahr des Pollenflugs gebannt und auch die Samenbildung der Ambrosia und damit ihre weitere Ausbreitung ist in dieser Saison wirksam aufgehalten.

Natürlich müssen wir im nächsten Jahr dranbleiben; je nach Situation werden hoffentlich wieder passende Maßnahmen stattfinden. Auf diese Weise kann ein (hier noch relativ) kleines Problem gelöst werden; würde man nichts tun, hätte man in wenigen Jahren ein viel größeres.

Für mich war die heutige Aktion ein Beweis dafür, dass man mit wenigen Mitteln und etwas gutem Willen aktiv zur Tat schreiten und auch in der Ambrosiabekämpfung etwas bewegen kann. Sie hat in mir das leicht positive Gefühl geweckt, der Ausbreitung in den Kreis Herzberg etwas entgegengesetzt zu haben!

Noch einmal: Herzlichen Dank allen heute beteiligten!

 

Matthias Hoffmann

Koordinator Ambrosiabekämpfung
Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Am Steinplatz 1
15806 Zossen OT Wünsdorf
Tel.: (033702) 211 36 58 mob.: +49 152 52136089
e-mail: Matthias.Hoffmann@LELF.Brandenburg.de

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